Kuroko no Basuke RPG
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 Ein Geist in der U Bahn

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Tetsuya Kuroko

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BeitragThema: Ein Geist in der U Bahn   Do Jul 23, 2015 11:39 pm

 
Rin Tamatsuki & Tetsuya Kuroko
U Bahn

1 Uhr morgens

09th

April 2015

Obwohl in wenigen Stunden schon wieder Schule war, war Tetsuya noch nicht in seinem Bett. Er hatte spät Abends noch etwas für seine Mutter weggebracht, damit sie nicht raus musste und war im Park an einem Basketballplatz hängen geblieben. Im Schein einer flackernden Laterne hatte er ein paar Körbe geworfen..oder eher..es versucht...war aber in Gedanken ganz woanders gewesen. Nun saß er in einem Zugabteil der U-Bahn, auf dem Weg nach Hause...und er war nicht allein...

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Zuletzt von Tetsuya Kuroko am Do Jul 30, 2015 10:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Fr Jul 24, 2015 12:00 am

»Hast du jemanden gesehen?« .. »Nein...gruselig. Lass uns verschwinden.« Er hatte die Jugendlichen, die gewiss einige Jahre älter waren als er, gehört und hätte eventuell geschmunzelt, wenn er nicht so in seinen eigenen Gedanken versunken gewesen wäre. In den letzten 10 Tagen konnte er sich ein gutes Bild von seinen Teamkameraden machen und er hatte das Licht gefunden, das der Schatten brauchte um zu existieren. Noch zwei, drei mal prellte er den Ball auf dem Boden, dann stoppte er ihn mit den Händen und sah auf die fast neue Oberfläche...Als die hellblauen Augen den leicht bewölkten Himmel durchforsteten, zucte er innerlich zusammen. Es war spät geworden. So lange hatte er gar nicht hier bleiben wollen...also schnappte er sich die Tasche, den neuen Ball und machte sich auf den Weg zur U-Bahn Station. Er musste noch locker eine halbe Stunde fahren ehe er in der Nähe zu Hause aussteigen konnte. Und Morgen war Training. Yay....egal...würde er schon schaffen. Er bewegte sich quasi lautlos die Treppen hinab in den Tunnel und betrat die Bahn als sie ankam.

Geisterhafte, helle blaue Augen durchleuchteten einen Moment das Bahnabteil und fokussierten Rin. Er kannte sie. Er hatte sie in den letzten 10 Tagen ein paar Mal beobachtet. Abgeschottet, Nicht sehr interessiert aber ein außerordentliches Talent für Bewegungen und Ausdruck. Kuroko sah so etwas. Er sah deutlich mehr in den Menschen als andere. Er konnte Schwächen und Stärken schnell ausfindig machen und Menschen sehr, sehr gut einschätzen. Sie hörte offenbar Musik und so ging er lediglich an ihr vorbei und setzte sich ein paar Reihen weiter nach hinten. Der Ball wurde zwischen Bahnwand und sich selbst eingeklemmt und aus der Tasche zog er schließlich ein Buch und schlug lautlos die Seite auf, die er zuletzt gelesen hatte. Nun hieß es warten...die Fahrt ging ja nicht ewig..zum Glück...

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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Fr Jul 24, 2015 2:39 pm

Die Augen geschlossen floss die ruhige Musik melancholisch und entspannend durch ihr Gehör. Rin hatte sich gegen ca. 18 Uhr in das Sportstudio ihrer Vereins zurückgezogen und unter den klassischen Melodien europäischer Komponisten getanzt. Tatsächlich tat sie dies öfter. Stundenlang tanzen, den eigenen Körper an seine Grenzen treiben und die Muskeln bis zur Auslastung strapazieren. Sie liebte das Ballett, den Nervenkitzel, die Kunst die hinter diesen Bewegungen stand. Für ihre Leidenschaft ließ sie alle anderen Dinge links liegen. So vernachlässigte sie nicht nur Freundschaften und die Schule, auch Schlaf und gesunde Ernährung kamen zu kurz. Während andere Mädchen versuchten möglichst schlank zu sein, um bessere Chancen beim männlichen Geschlecht zu haben, war Rins einzige Motivation möglichst leicht und Puppenhaft zu sein, damit ihre Figuren und Tänze möglichst anmutig und grazil blieben.

In wenigen Stunden war die Nacht auch schon wieder zu Ende und ein neuer Tag  begann. Leider war das Wochenende noch nicht angebrochen und so brauchte sie wenigsten ein paar Stunden Schlaf um nächsten Morgen den Unterricht zu überstehen. Ein Glück hatte sie in ihrem Nachttisch Aufputschpillen und andere stimulierende Tabletten, die es ihr erlaubten trotz ermüdeten Körper geistig auf Höchstniveau zu bleiben. Ohne das richtige Make-Up wären ihre ermüdeten Augen vermutlich schon längst aufgefallen.

Die U-Bahn hielt an. Noch hatte sie sechs Stationen zu fahren und brauchte dementsprechend ungefähr noch 15 Minuten fahrt. Das ein Junge aus ihrer Klasse in das Abteil stieg, hätte sie nicht einmal bemerkt, wenn sie überhaupt mitbekommen hätte, das er tatsächlich auf ihre Schule ging! - Ein Geist in der U-Bahn.

»Hey Kätzchen, was macht denn ein süßes Ding wie du noch so spät Nachts im Zug?« Es waren tatsächlich noch Leute in das Abteil gestiegen? Nicht weil sie die Worte des Fremden hörte öffnete sie die Augen, sondern weil irgendwer sich vor sie stellte und damit das Licht verdeckte. Langsam schob sie die Kopfhörer zurück, so das sich diese um ihren Hals legten. „Was wollt ihr?“ – Ihr? Ja, es standen ernsthaft zwei Kerle vor ihr, beide ungefähr Anfang zwanzig. »Wie wäre es wenn wir drei ein bisschen Spaß miteinander haben? Du könntest mit uns in einen Club gehen und vielleicht ein wenig Dankbarkeit dabei zeigen« Der Kerl der das Reden übernahm hatte einen kleinen Oberlippenflaum, dünne knochige Hände und ein Hemd das ihm eindeutig viel zu groß war. „Danke für das Angebot, aber ihr seid weder mein Typ noch hab ich Zeit irgendwas mit euch zu machen. Zieht Leine.“ Auf den Mund war Rin definitiv nicht gefallen und oberflächlich schien sie ebenso keinerlei Angst zu empfinden – täuschte das, oder war sie wirklich so tough? »Wer sagte denn, dass du eine Wahl hast?« Plötzlich griff er nach dem Handgelenk des Mädchens und wollte sie aus dem Sitz ziehen. Da sich niemand sonst in dem Abteil befand, wagten sie es tatsächlich Hand an die junge Schülerin zu legen. Mit ihrer Linken Hand wollte Rin gerade ausholen um dem knochigen Kerl eine Ohrfeige zu verpassen, als der zweite diese abfing und zum ersten Mal ebenfalls das Wort ergriff. »Du kommst jetzt mit zu uns und wir haben ein bisschen Spaß, so lange du dich nicht wehrst, wird es nicht all zu weh tun.« Eine gewisse Form der Angst machte sich in den Augen Rins breit, die in diesem Moment sogar ein wenig Sprachlos wurde. Sie kam weder an ihr Pfefferspry noch an ihr Klappmesser ...



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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Fr Jul 24, 2015 11:26 pm

Die blauen Augen waren kurz von den Zeilen  gewandert, als die Kerle das Abteil betraten.  Ungemütliche Typen, das spürte er sofort. Sie warfen keinen Blick zu ihm – obwohl sie das Abteil ein mal kurz absuchten wanderten die Augen an ihm vorbei als wäre er nicht da. Ein gewohntes Bild.  Er senkte den Blick wieder kurz auf die Zeilen des Buches und dachte nicht daran, das seine Klassenkameradin, die in der Schule nur eine Reihe und 2 Stuhl versetzt von ihm entfernt saß, gleich in Schwierigkeiten geraten würde. Allerdings war dem so. Er hörte es schon aus dem ersten Satz heraus und somit hob sich der Kopf langsam wieder, das Buch wurde zugeklappt und fand seinen Weg zurück in die noch offene Tasche neben ihm. Langsam verengten sich die Augen, als der Kerl weiter sprach und Rin  noch 'lässig' ablehnte und langsam stand er auf und bewegte sich den engen Gang zwischen den Sitzreihen  entlang und stand, als der Kerl nachfragte wer denn sagte das sie eine Wahl hätte hinter den Beiden. „Lasst sie  bitte los.“ es klang sehr ruhig, wirklih. Da war keine Aggression in seiner Stimme. Manche würden vielleicht sogar behaupten es wäre nahezu tonlos aber der Blick sprach eine andere Sprache. Die Stirn war gerunzelt, die Augen geschmälert, der Blick ernst.

Natürlich. Mit einen 1.68m Größe und der Statur eines Nerd's machte er nicht gerade Eindruck und auch die blasse Haut und das weiche Gesicht, das gerade zwar böse drein sah aber an sich nicht sehr beeindruckend wirkte, waren gerade eine Hilfe aber Tetsuya störte sich generell nicht daran, wenn man ihn unterschätzte auch wenn er rein körperlich betrachtet deutlich im Nachteil war. Der Überraschungseffekt war allerdings gänzlich auf seiner Seite. Beide Kerle fuhren zusammen, als sie seine Stimme direkt hinter sich hörten – leider reichte der Schreck nicht aus, damit der zweite Kerl, der bisher zwar wenig aber dafür eindeutig das falsche sagte, Rin losließ...Er musste zu beiden aufsehen, das ließ sich nicht verhindern aber er war auch das mehr als gewöhnt. Normalerweise stand er vor Kerlen wie Midorima, Murasakibara, Kagami...sie waren alle riesig im Gegensatz zu ihm...»Verpiss dich, Kleiner.« , wurde ihm quasi schon entgegen gespuckt nachdem der erste Schreck verflogen war und offenkundig das Gesicht gewahrt werden sollte und Tetsuya verzog die eigene Miene.  So viel Unhöflichkeit in einem Menschen.   „Ich denke es ist besser für euch beide, wenn ihr jetzt geht...“  »Oder was, mickriger Zwerg.«  Während der  zweite der beiden das sagte, der immer noch halbherzig an Rin's Arm zerrte um sie offenkundig zu sich zu holen, versuchte der Andere nach Kuroko zu schlagen doch der Schatten war schneller. Er wich nicht nur aus, er schien vor den Augen aller einfach zu verschwinden und im nächsten Moment flog lautlos ein Basketball durch das Abteil. Der Ball traf den Schädel mit einer krassen Wucht für die kleine Distanz und damit landete der Kerl erst einmal mit lautem Krawumm auf dem Boden mitten im Gang. Der Ball schlug auf dem Boden aus und rollte gegen seine Füße. „Lass sie bitte los.“ Bitte! Er war immer noch höflich...auch wenn das mit dem Ball gerade weniger höflich gewesen war.....

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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Sa Jul 25, 2015 6:22 pm

Nunmehr von Furcht gepackt, blickte das junge Mädchen schnell zwischen den beiden Angreifern und dem geisterhaft aufgetauchten Jungen hin und her. Woher kam er, das Abteil war doch leer gewesen? Richtige Hoffnung machte ihr das Erscheinen von Tetsuya jedoch nicht, dafür sprach er einfach viel zu ruhig und Unsicher.  Das man allerdings nicht vom Äußeren auf das Innere schließen sollte und auch ein schmächtiger Junge zu einem Helden werden konnte, bewies der blauhaarige Knabe im nächsten Moment als er seinen Basketball mit einer solchen Präzession und Kraft an den Kopf des dünnen Kerls warf, dass dieser buchstäblich aus den Socken gehauen wurde – wo kam das denn her? Erstaunt und nicht wirklich wissend wie sie mit einer solch überraschenden Aktion umgehen sollte, weiteten sich ihre hübschen Augen. Er hat ganz schöne Kraft. Ihr war nicht wirklich klar woher, doch irgendwo hatte sie ihn auch schon einmal gesehen. Er kommt mir bekannt vor.

Doch sie hatte keine Zeit sich länger Gedanken über den Fremden zu machen. Wenn sie handeln wollte, dann jetzt! Gerade als sich der Knochige erhob und sein Kumpel abgelenkt war, so dass er Rins Arm nicht mehr sonderlich kräftigt festhielt, griff diese rasch in ihre Handtasche und zog gezielt die kleine Dose Pfefferspry hervor, welche sie sich aus Selbstverteidigungsgründen gekauft hatte. „Hey Idiot, schau mal her!“ Rief sie nur und sprühte ihrem Peiniger beim ersten Blickkontakt das halbe Döschen ins Gesicht. Schreiend und mit den Händen vor den Augen, sagte er zusammen und wälzte sich hin und her. Gerade jetzt hielt die U-Bahn an – vier Stationen vor ihrem eigentlichen Halt.

Rin schnappte nach der Hand ihres Retters und hielt mit der Anderen die Dose in Richtung des dünnen Kerls, der sich gerade vom Basketballangriff erholt hatte. „Bleib liegen oder ich drück dir die andere Hälfte der Dose ins Gesicht.“ Ihre Stimme ließ keinen Zweifel daran, dass sie ihre Drohung tatsächlich in die Tat umsetzen würde.  »Hey, hey alles gut wir tun dir nichts.« Ohne Tetsuya zu fragen, zog sie diesen hinter sich her und verließ gemeinsam mit ihm das Abteil und damit die U-Bahn – Na ja, besser als dort zu bleiben.

„Danke das du dich für mich eingesetzt hast und das, obwohl die Beiden dich vermutlich ganz schön vermöbelt hätten.“ Ihr Grinsen war breit, frech und ein wenig vorlaut. Man merkte deutlich das dieses Mädchen eigentlich mehr als genug Selbstbewusstsein hatte. „Auf den Schreck brauche ich erst einmal eine Zigarette.“ Die hatte sie sich auch rätlich verdient. Die U-Bahn-Station war nicht leer, hier waren eindeutig genug Menschen, so dass sie keinen weiteren Übergriff befürchten mussten.  



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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   So Jul 26, 2015 10:32 pm

Der Ball war nach dem Aufkommen vom Kopf zurück gesprungen, gegen ein Bahnfenster geschlagen und durch den Gang fast wieder zu ihm gerollt, so das er ihn mit dem Fuß stoppten konnte während er den anderen, der Rin noch festhielt das zweite Mal bat, das Mädchen loszulassen... überflüssigerweise! Denn sie wusste sich prima selbst zu helfen und während die Bahn langsam zu bremsen begann und sich der beißende Geruch des Pfeffersprays im Abteil breit machte wich Kuroko von der Situation zurück und griff seine Tasche...als würde er jetzt hier drin bleiben wollen, selbst wenn er noch gefühlte Ewigkeiten von zu Hause weg war. Zur Not wartete man halt auf die nächste Bahn und Gehfaul war er auch nicht. Gerade hatte er sich den Ball unter den Arm geklemmt, denn der war Nagelneu, und der Trageriemen der Tasche war auf die schlanke Schulter gerutscht, da ergriff Rin's Hand schon die Seine und zog ihn, kaum das der Zug stand und die Türen nach dem Push aufgingen...

Draussen angekommen brauchte es nur 25 weitere Sekunden, dann schlossen die Türen und die Bahn fuhr wieder an. Tetsuya's blaue Augen sahen ihm einen Moment nach und mit einem Nicken bestätigte er ihre Worte. „Ja, hätten sie wohl.“ Aber das klang eigentlich ziemlich ruhig. Die Augen wanderten in Richtung Treppe, wo der Schimmer von Straßenleuchten und Reklamen auf das Gestein fiel doch ehe er sich ein Stück von ihr löste um in die Richtung zu gehen, sah er wieder zu ihr. Viele fanden ihn im übrigen seltsam. Nicht zuletzt wegen seines doch recht ausdruckslosen Gesichts, das er zog. „Das solltest du nicht machen.“ Es war keine direkte Ermahnung und es folgte auch kein Vortrag über Gesundheit und Leben und und und. Kuroko war sich sicher, dass sie das schon das ein oder andere Mal gehört hatte, also war es überflüssig ihr Informationen mitzuteilen, die sie bereits hatte und bewusst ignorierte. „Willst du auf die nächste Bahn warten oder gehen wir ein Stück zusammen?“ Ihm war nicht wirklich bewusst, dass Rin ihn noch gar nicht richtig zugeordnet hatte, denn er hatte es sehr wohl und da sie so entspannt wirkte.

Der Ball ruhte weiter zwischen Arm und Hüfte während die andere Hand locker um den Trageriemen gegriffen hatte. Da sie sich quasi auf Auenhöhe befanden, brauchte er weder auf noch herabsehen um ihre Sterne zu erfassen aber sein Blick war geisterhaft leer und doch nicht leblos.


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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   So Jul 26, 2015 11:22 pm

Als sie das Abteil verlassen hatten und auf den unterirdischen Bahnsteig getreten waren, glitten ihre Finger aus seiner Hand und suchte mit erschreckender Präzession nach der rötlichen Packung Zigaretten, welche sich in ihrer Handtasche befanden. „Was soll ich nicht machen?“ Fragte sie ihn mit leichter Verwunderung, beinahe so als ob sie nicht genau wusste was er meinte. „Ich rauche seit ich zwölf bin. Spiel bitte jetzt nicht den Moralapostell.“ Das ganze kam relativ gleichgültig über ihre Lippen, es war ja nicht so, dass sie heute zum ersten Mal hörte, dass rauchen Schädlich für die Gesundheit ist. „Aber ich biete dir natürlich trotzdem gerne eine an...“ Auch wenn sie nicht wirklich glaubte das er ihrem Angebot nachkam, verlangte es die Höflichkeit so, schließlich hatte er sie gerettet!

Nachdem es nun zur Auswahl stand auf die nächste U-Bahn zu warten, beziehungsweise zu Fuß durch die Straßen zu gehen, brauchte sie einen kleinen Moment um ihre Entscheidung zu fällen.„Na so lange du mich nicht auch gleich in irgendeine Ecke drücken willst, können wir gern ein wenig zusammen gehen. Von der U-Bahn habe ich für heute erst einmal die Schnauze voll. Aber sag mal, du kommst mir bekannt vor, haben wir uns eigentlich schon einmal irgendwo gesehen?“ Sie legte ihren Kopf leicht in die Schräge. Durch das helle Licht, dass von der Decke hinab schien, leuchteten ihre großen Augen überraschend hell. Nach einem weiterem kleinen Zug an ihrer Zigarette entschied sie sich schließlich sich vorzustellen. „Mein Name ist Tamatsuki Rin, ich bin 16. Jahre alt und besuche Seirin Oberschule.“ Zum ersten Mal an diesem Abend zeichnete sich so etwas wie ein weicher Blick ab. Ihre Lippen waren leicht geöffnet und ihre Augen geweitet. Die kalt untersetzte, leicht abweisende Mimik schien verschwunden.



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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Mo Jul 27, 2015 8:13 am

»Spiel bitte jetzt nicht den Moralapostel.« Ja, das hatte er vermutet. Und er hatte es auch nicht vor...So blieb die Miene nahezu regungslos, nur der Kopf kippte leicht auf die linke Seite, so das die hellblauen Ponyspitzen etwas über seine Stirn rutschten. „Nein, danke.“ Er winkte vorsichtig mit der Hand ab, die zuvor noch den Trageriemen gehalten hatte als sie ihm eine Zigarette anbot und da sie kurz darauf schließlich zustimmte ein Stück mit ihm zu gehen, setze er sich in Bewegung. Die Treppen waren nach 12 Schritten bereits erreicht und das Licht der Straßenlaterne warf lange Schatten in den Tunnel zurück. Sie fragte woher er sie kannte und andere würden es nun vielleicht persönlich nehmen. Er aber nicht.

Es war schon immer so und seit der Teikō war es deutlich schlimmer geworden weil er das alles nur noch mehr verinnerlicht hatte. Unterbewusst war er immer der Schatten und unsichtbar. Das war nicht mehr nur eine bloße Spieltaktik sondern Alltag. Nach 35 Stufen waren sie auf dem noch leicht belebten Fußgängerweg – auf den Hauptverkehrswegen war natürlich noch deutlich mehr los als hier, etwas außerhalb. Doch auch hier schillerten Farbefrohe LED-Schilder und malten ihnen Lichtspiele in die Gesichter während sie kleinere Nachtclubs und Casino's passierten. Sie fragte woher sie sich kannten und noch ehe er antworten konnte, begann sie bereits sich nach einem kurzen Zug an ihrer Zigarette vorzustellen. Ein kurzes Schmunzeln legte sich auf seine Züge und der Blick schwenkte von vorne zu ihr herüber.

Kuroko Tetsuya...“ Er stellte sich vor, obwohl sie in der gleichen Klasse waren! Er saß direkt hinter Kagami! Aber welcher Schatten wurde schon gesehen, wenn das strahlende Licht so nahe war. Na gut, so strahlend war Kagami nicht – zumindest nicht im Schulalltag! Anders auf dem Feld...Egal. Er ließ nicht sofort durchschimmern, dass sie in der gleichen Klasse waren und klang auch nicht so , als nähme er es ihr sonderlich krumm, das sie ihn nicht erkannte. Warum auch. Die Schule ging erst einige Tage und am Ende seiner Junior High gab es immer noch Schüler aus seiner Klasse, die fragten, ob er in ihre Klasse ging und ob er das ganze Jahr über irgendwie gefehlt hatte...Dabei hatte er nur 4 Fehltag gehabt und die waren auch entschuldigt... „Ich gehe ebenfalls auf die Seirin...“ Och das war ja fast gemein! Aber er lächelte zumindest etwas, was direkt sei n ganzes Gesicht veränderte.

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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Mo Jul 27, 2015 6:39 pm

Die hellen Lichter der Straßen machten die Nacht zum Tage. Tokio gehörte eindeutig zu den großen Weltmetropolen über die man getrost sagen konnte: Diese Stadt schläft nie! Nach einem genüsslichen Zug an ihrer Zigarette wanderte ihr Blick langsam wieder zu Tetsuya herüber. „War auch nur reine Höflichkeit dir eine anzubieten, irgendwie muss man sich ja für die Rettung bedanken – auch wenn sie natürlich etwas unüberlegt abgelaufen ist.“ Die Beiden waren sich vermutlich einig, dass die ganze Situation im U-Bahn-Abteil auch ein gänzlich anderes Ende hätte nehmen können.
Das Wetter war auch in der Nacht relativ warm, weshalb Rin lediglich ein dünnes, schwarzes Jäckchen über ihren dunkelroten Pullover trug. Passend zu all dem hatte sie ebenso einen schwarzen Rock an, der durch eine gleich farbende Strumpfhose ein wenig mehr in Szene gesetzt wurde. Ihre Stiefel mit den nicht zu verachteten Absätzen ließen sie am Ende sogar ein kleines Stück größer als Tetsuya scheinen – normalerweise für viele Jungs ein störender Faktor. Ihr auffälligstes, körperliches Merkmal waren allerdings ihre endlos lang wirkenden Beine.

„Den Namen habe ich gefühlt auch schon einmal gehört.“ Sie verengte die Augen etwas, so als überlegte sie angestrengt wo sie diesem Knaben schon einmal begegnet war. Er wirkt wie ein ganz normaler Typ, keine Ahnung, vielleicht bilde ich mir das Ganze auch einfach nur ein. Als er dann jedoch zugab, auch noch die selbe Schule zu besuchen, blieb sie plötzlich stehen und schaute ihm tief in die Augen. „Dann muss ich dich dort gesehen haben. Gehst du vielleicht in eine meiner Paralelklassen?“ Da die Beiden direkt vor einem hell leuchtenden Casino stehen geblieben waren, dauerte es nicht lange ehe ihnen eine junge Dame in einem schillernden Maiden-Outfit entgegen trat und ihnen abwechselnd einen Flyer entgegen zu reichen. Mit einem relativ ausdruckslosem Nicken nahm sie den Zettel entgegen und drückte gleich im nächsten Augenblick ihre beinahe auf gerauchte Zigarette in das Papier, um Beides wegzuwerfen.

Im Hintergrund fuhren Autos durch die Straßen und irgendwo in weiter Ferne hörte man die Sirene eines Streifenwagens. Immer wieder durchkreuzten Leute ihre Laufspur und selbst als die Beiden ansetzten weiter zu gehen, wurden sie ständig von fremden Menschen überholt, mehrfach sogar beinahe angeremelt. „Übrigens, spielst du Basketball? Ich dein Wurf vorhin war wirklich beeindruckend.“ und das sagte sie nicht einfach so. Prüfend schaute sie nach, ob ihre Kopfhörer überhaupt noch an ihrem Hals hingen.


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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Di Jul 28, 2015 11:48 pm

Er beäugte im Stillen, wie die Zigarette kürzer wurde und holte einmal kurz tief Luft aber irgendwas hielt ihn dann schlussendlich doch davon ab, sie zu bitten diese Ding wegzuschmeißen. Er wusste wie hart dieser Kampf sein konnte – er hatte ihn mit seiner Mutter bereits geführt aber sie letzten Endes dazu bekommen aufzuhören – auch wenn er dann und wann, wenn es mit seiner Großmutter sehr stressig wurde, den Geruch durchaus wahrnahm...Immer dann, so wusste er, war es ein harter Tag für seine Mutter gewesen und dann sagte er auch gar nichts mehr. Es hatte auch gar keinen Sinn...Er schmunzelte leise und kaum merklich, als sie für sich feststellte, das sie seinen Namen schon einmal gehört hatte und schüttelte den Kopf leicht, als sie fragte, ob er in eine der Parallelklassen ging. „Nein.“ Kuroko, das war gemein. Sag es ihr doch! „Ich sitze hinter Kagami Taiga...“, klärte er dann tatsächlich höflich auf, warf aber den Blick nach vorne. Er konnte sich denken, mit welchem Blick sie ihn gleich ansah. Aber wie gesagt, er war das gewöhnt...

Sie stoppten schließlich und wurden sogleich von einem Flyermädel besucht, der er leicht abwinkte. „Danke.“ wehrte er den Flyer ab und zuckte dafür im nächtsten Moment. Er erwischte die fliegende Papierkugel und lenkte den Flug so um, das sie gegen einen Laternenpfahl und dann in einen Müllkorb flog....“Man schmeisst den Müll nicht einfach auf die Straße.“ Auch das klang nicht wirklich vorwerfend sondern - böse zungen würden sagen – monoton und die blauen Augen suchten für den Moment ihren fliedernen Blick – ruhig und gelassen ehe ein leichtes Lächeln folgte und dann drehte er sich zum weitergehen. Wenn Rin sich mal ansah, wie die Leute an ihm vorbei gingen und verglich wie sie es bei ihr taten..er wich generell jedem aus. Wirklich jedem. Keiner schien ihn zu sehen. Als wäre er ein Geist. Aber jedesmal wenn er auswich, wirkte es so routiniert, das man es nicht einmal mehr ausweichen nennen konnte. Kein Blick galt ihm. Das die Flyerdame ihn eben gesehen hatte lag vermutlich nur daran das sie standen und er bei ihr doch ein wenig auffiel. Und so war es auch jetzt. Sie fiel ins Auge Sie bekam Blicke, manche waren höflich und wichen ihr aus und rannten ihn dafür beinahe um – .. oder eher sie würden es, wenn er nicht so routiniert wachsam wäre... „Ja, ich spiele in der Schulmannschaft.“, antwortete er wahrheitsgemäß. „Und es war die einzige Möglichkeit sie voneinander zu trennen.“ Er hätte nicht gegen einen und schon gar nicht gegen zwei bestehen können. Kein Wunder, das er mit dem Ball zugedroschen hatte, auch wenn er das nicht gerne getan hatte. Besser als zu zu sehen war es alle mal gewesen.



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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Mi Jul 29, 2015 12:04 am

Nichts zu sagen war die beste Entscheidung die er treffen konnte. Die wenigstens Menschen mochten es, von beinahe Fremden zurechtgewiesen zu werden und auch Rin hätte auf seine erneute Ablehnung mit defensiver Aggression reagiert.
Tetsuya erklärte schließlich woher sie sich kannten und wieso sie glaubte ihn schon einmal gesehen zu haben. „Das ist nicht dein ernst!?.“ Meinte sie ungläubig und weitete das linke Auge, welches nicht unter ihrem dichten Pony verschwunden war. „Du bist mir wirklich noch nie aufgefallen, dass tut mir Leid. Aber zu meiner Verteidigung, wir alle sind auch erst seit Beginn dieses Schuljahres in einer Klasse.“ Sicher hatte selbst er mittlerweile bemerkt das Rin keines dieser Mädchen war das schnell rot wurde, doch gerade jetzt zog sich ein sachter purpur Schimmer über ihre blassen Wangen. Es gab eigentlich kaum etwas unhöflicheres als Ignoranz, besonders dann, wenn sie gegen Menschen ging, mit denen man über 50% seines Tages verbrachte – zumindest in der Theorie. Mit dem bisschen Anstand das sie besaß, verbeugte sie sich leicht entschuldigend, beließ es dann allerdings auch bei dieser Demut und legte wieder einen etwas kühlen, durchscheinenden Blick auf.

Nach diesem kurzen »Mind-Blow« hatten sie sich weiter die Straße entlang bewegt und das Fyler-Mädchen erreicht, welches ihr das Stück Papier reichte, in das sie ihre aufgerauchte Zigarette drückte. Normalerweise hätte sie die nächste Aktion dazu verleitet ihn mit Abscheu zu betrachten, doch alleine die Tatsache wie cool und lässig er die Papierkugel weiter leitete und gezielt in den Mülleimer bugsierte, ließ sie die Schelte vergessen. „Du bist ein kleiner Weltverbesserer, weißt du das?“ Sagte sie mit einem dezent kessen Lächeln. „Ich wette du bist auch im Basketball-Team, nicht wahr? Okay, ich werde mir dein Gesicht merken.“ Es ist ja auch ganz schnuckelig, ich mag seinen Blick. Ihre Augen verengten sich kurz fragend – was hatte sie da gerade im Kopf? „Sag mal, hast du Lust vielleicht einen Cocktail zu trinken? Ich kenne dort hinten, die Straße runter in der Seitengasse eine nette kleine Bar, dort sind viele Studenten am Wochenende, sie ist ganz in Ordnung. Aber die Getränke sind günstig und der Alkohol ist stak – außerdem sind die so abseits, dass sie auch an Minderjährige verkaufen, da verirrt sich kein Polizist hin.“ Um einen solchen Ort zu kennen, musste man schon des öfteren im nächtlichen Tokyo unterwegs sein. Spätestens jetzt sollte er bemerken, dass sie alles andere als brav war.


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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Do Jul 30, 2015 11:17 pm

Ja, das Schuljahr war jung..gut, er war sich sicher auch am Ende des Schuljahres würde es immer noch Mitschüler geben, die nicht genau wussten ob er wirklich in ihre Klasse ging oder ob er überhaupt jemals da war....Aber das spielte ja grade keine Rolle.  So still seine Miene oft auch war, es zog ein leichtes Lächeln auf seine Lippen als sie ihn ansah und etwas rot zu werden begann. „Kein Problem. So geht es den meisten.“, versuchte er ihr Gewissen etwas zu reinigen und winkte leicht ab als sie sich leicht verbeugte. „Schon in Ordnung.

Auf ihre Worte, er sei ein Weltenverbesserer neigte er den Kopf nur leicht zur Seite „Nein. Es gehört sich nur nicht.“ Er konnte wirklich nichts dafür. Kuroko sagte oft was er dachte und das in genau so einem stillen, ruhigen Ton, das man nicht anders konnte als es wahrzunehmen...er klang auch diesmal nicht angreifend sondern einfach nur..ruhig seine Meinung äußernd..da konnte auch keiner dran rütteln. Aber mit einem Nicken hatte er dann wenigstens noch bestätigt, das er im Basketballteam war.

Als sie ihren Vorschlag machte, blinzelte er einmal nach vorne und drehte den Kopf langsam zu ihr. „Morgen ist Schule.“ Das war weder ein ja noch ein Nein. Nur eine Feststellung mehr, die aus seinem Kopf auf die Zunge purzelte. Er sah sie ein paar Augenblicke an und schien nachzudenken..der Ball unter seinem Arm wanderte kurzum unter den anderen. „Wenn ich nicht mitkomme, gehst du dann alleine?“, kam schließlich die Frage und es war schwer einzuschätzen, was er mit der Frage bezwecken wollte, da er nichts durchschimmern ließ. Ihm war mittlerweile durchaus klar, das er nicht auf sie aufpassen brauchte. Das tat sie ganz alleine eigentlich ganz gut und er wollte eigentlich nicht darüber nachdenken, wie lange sie das schon so machte. Aber ihn interessierte das Warum. Das konnte er nicht leugnen. Er setzte sich zwar das erste Mal mit ihr richtig auseinander an diesem Abend..oder eher Morgen...aber ein guter Beobachter wie er ließ e sich ungern nehmen, Beweggründe herauszufinden...und noch hatte er keine Ahnung was sie bewegte...

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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Fr Jul 31, 2015 12:08 am

Seine anmerkende Feststellung zauberte ihr ein vielsagendes Lächeln auf die Lippen. „Und?“ Fragte sie mit einer süffisanten Stimme. „Glaubst du wirklich das hat mich je interessiert? Schule ist schön und gut, aber so lange man in den Klausuren passable Noten schreibt reicht das. Was meinst du wie viel von dem was unsere Lehrer den ganzen Tag von sich geben ist auf Dauer wirklich hilfreich – genau nichts.“ Sie hob beide Hände an und strich sich das kurze, hellviolette Haar nach hinten weg, wobei der Wind ihren Schopf zu einem kleinen Tanz aufforderte. „Ich werde keine Anwältin, Ärztin oder Bürofrau. Mein Traum liegt nicht im Unterricht, mein Traum liegt im Tanz ...“ Ihr Kopf neigte sich so, dass er in das durch die Lichter hell leuchtende Antlitz des jungen Mädchen sehen konnte. „Wir sind jung, wenn wir nicht jetzt ein bisschen Spaß haben, wann dann?“ Seine Frage war jedoch sogar noch viel interessanter als die mehr beiläufige Bemerkung zum Anfang. „Nun, ob ich alleine gehe oder nicht Tetsuya, dass wirst du wohl nie erfahren wenn du mich nicht begleitest.“ Das sagte sie in einer solchen Tonlage, dass sich ein normaler Junge durchaus gereizt fühlen würde. Auch wenn sie nur ein Teenager war, verstand sie es beachtlich gut mit ihrer Körpersprache auszudrücken, was sie dachte und wollte.

Egal wie sich Tetsuya als nächstes entschied, Rin bog hinter einem kleinen Gemischtwarenladen – der um diese Zeit selbstverständlich geschlossen war – in eine Seitenstraße ein. Anhand der Häuserfassaden konnte man gut erkennen, dass dieser Teil Tokyos schon ein wenig Älter war. Die Gebäude stammten zwar definitiv aus dem zwanzigsten Jahrhundert, trotzdem hatte sie schon deutlich bessere Tage gesehen.


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Zuletzt von Rin Tamatsuki am Fr Jul 31, 2015 2:24 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Fr Jul 31, 2015 2:10 am

Ich bin nicht deiner Meinung.“ Aber er fing keine Diskussion darüber an..eher fing er etwas anderes auf und lächelte – diesmal allerdings nur innerlich. Er hatte also recht gehabt. Sie tanzte. Und das gab ihm die perfekte Vorlage...aber nicht jetzt...denn jetzt...bog sie einfach ab und er blieb einen Moment an der Ecke des Gemischtwarenladens stehen und sah ihr nach....Es dauerte 2 ruhige Atemzüge lang, ehe er sich wieder in Bewegung setzte und ihr folge. Die Distanz hob er wieder auf, indem er ein kleines Stück lief und schließlich wieder neben ihr herging, den Ball weiter unter dem Arm festhaltend und die Tasche auf der Schulter tragend.

Die Augen besahen ich einen Moment die Wände, dann sah er wieder zu ihr. „Du tanzt?“ Auch wenn er es geahnt hatte, er konnte nicht hellsehen. Er konnte beobachten und Schlüsse ziehen aber das war es schon und da er neugierig war, wollte er gern mehr erfahren über das Mädchen, das sich hinter einer kalten Fassade versteckte und versuchte eine Seite von sich zu zeigen um eine andere zu verbergen...mal sehen ob er irgendwann die echte Rin sehen durfte.


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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Fr Jul 31, 2015 2:23 am

Als er so kühl und trocken sagte, dass er nicht ihrer Meinung war, lupfte ihre linke Braue hinauf – mehr kommt da nicht, ist das sein ernst? Die Stirn in Falten legend, wandte sich ihr Blick wieder von ihm ab. Kuroko war ein seltsamer Kerl, es schien beinahe so als konnte sie ihn mit nichts aus der Fassung bringen, als hätte er eine Mauer vor sich errichtet, die ihn vor allen Emotionen und Überraschungen schützte. „Ja, ich tanze.“ Bejahte sie, wobei sie versuchte seine knappe Art zu kopieren.

„Ich bin Ballerina, um ehrlich zu sein die Beste meines Jahrgangs.“ Eine Arroganz die er gewohnt sein musste, wenn auch in gänzlich anderen Bereichen. Wieder blies der Wind stark durch die engen Straßen, was erneut dazu führte das ihre kurzen Haare durch die Luft tanzen – Momente die ihren Sätzen eine ganz spezielle Note verliehen. „Das ist übrigens auch der Grund wieso ich so lange unterwegs bin. Ich habe heute Abend im Studio getanzt und wollte eben nachhause fahren. Ich tanze am liebsten Nachts und vergesse Zeit, Raum und Sorgen.“ Mit dem Auge deutete sie auf ihre große Handtasche, in welcher sich ihr Outfit befand.

Die besagte Bar war nicht mehr weit entfernt, neben einer geschlossenen Schneiderei konnte Kuroko sicher das violett leuchtende Schild erkennen, auf dem ein hübsches Cocktailglas abgebildet war. Bei seinem nächsten Blick zurück zu Rin hatte diese schon wieder eine Zigarette im Mund und sog mit einem genüsslich entspannten Gesicht den Tabakrauch in ihre Lungen. „Hast du schon einmal Rum getrunken? Ich trinke ihn sehr gerne, er hat ein dezent süßes Aroma im Abgang.“ Und mit 40% Gesamtalkoholteil knallte er auch dementsprechend ordentlich – ein Wunder das man ihr so etwas wirklich verkaufte.



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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Fr Jul 31, 2015 7:12 am

Ja, so schien es. Aber es gab vieles was Kuroko aus der Fassung bringen konnte. Er zwang sich nur meistens dazu, sich davon nicht überrumpeln zu lassen und seine äußerliche Ruhe entsprach nicht immer seinem Inneren. Ballerina also. Er sah sie ein paar Momente lang an und blickte dann wieder nach vorne, während sie erklärte, was ihm schon eine Weile im Kopf herumschwierrte. „Verstehe....“, sagte er ruhig und hatte die Augen wachsam, weit geöffnet während das blasse blau nach vorne sah. „Du bist viel allein, nicht wahr?“ Er kannte dieses Gefühl, sich betäuben zu wollen um nicht fühlen zu müssen irgendwo, doch es war nie soweit gekommen, das er es wirklich versucht hatte und darüber war er auch irgendwie froh. Die Augen wanderten nun wieder zu der Mitschülerin und auf ihre Frage wurde lediglich mit einem Kopfschütteln beantwortet. Nein, hatte er nicht...und wollte er auch nicht...Aber er hatte sich dazu entschieden, sie zumindest einmal zu begleiten. Er würde sehen, ob er etwas für sie tun konnte.


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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Fr Jul 31, 2015 11:58 am

Ihre Lider sanken etwas hinab, so dass ihr Blick beinahe etwas trauriges annahm. „Ich lebe alleine und ja, dementsprechend bin ich auch viel allein.“ Ein tiefer Atemzug folgte, bei dem sie gefühlt ein Drittel der Zigarette vernichtete. „Aber ich bin gern alleine. Meine Eltern haben mich nur genervt, besonders meine Mutter. Hier kann ich Tanzen und meinen Traum Leben und wenn ich nebenbei noch ein wenig was für die Schule mache, sind sie auch zufrieden. Wo ich meine Nächte verbringe muss sie ja nicht interessieren.“ Erklärte sie, wobei eine große Menge Rauch aus ihrer Nase quoll. „Guck mich nicht so an, als würde ich dir irgendwie leid tun müssen.“ Ihr Kopf drehte sich wieder zu ihm, so das sie in sein Antlitz sehen konnte. Kuroko hatte ganz offensichtlich nichts an seiner Art zu gucken verändert, trotzdem fühlte sich Rin gerade so schuldig, dass jene Worte überhaupt über ihre Lippen traten.

Die Beiden würden schließlich die Bar erreichen und durch eine Holztür, die sicher auch schon bessere Tage gesehen hatte, treten. Direkt im Eingangsbereich erwartete sie ein Vorhang aus Perlenketten, etwas das sicher mal vor 40 Jahren modern war. Hinter diesem ungewöhnlichen Schleier lag ein kleiner Raum mit mehreren Sitzecken und einer langen Tischreihe. Eindeutig war diese Einrichtung nicht für viele Leute geeignet und sonderlich einladend wirkte sie auch nicht – nach meinem Feierabend im Büro kann ich mir besseres vorstellen!

Rin steuerte zielsicher auf einen kleinen, runden Tisch in der Ecke zu und würde sich dort zusammen mit Kuroko niederlassen.


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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   So Aug 02, 2015 2:54 pm

Wieder einmal, nahm er Informationen hin und kommentierte sie nicht weiter. Manchmal, vermutlich gerade in Momenten wie diesen, war das allerdings wohl eher als angenehm zu verbuchen, denn sein Schweigen beendete das unangenehme Thema einfach. Erst als sie zum Schluß sagte, er solle sie nicht so ansehen, als würde sie ihm Leid tun müssen, kippte der Kopf zwei Zentimeter nach rechts. „Tust du nicht.“, kam es ehrlich. Das konnte man eventuell auch missverstehen...es war nicht so, das er kein Mitgefühl empfand aber sie hatte ja deutlich gesagt, dass sie soweit mit ihrem Leben wie es gerade ist zufrieden war. Und damit hatte er kein Grund irgendwas zu bemitleiden – nur weil es nicht sein persönlicher Standard wäre, den er leben wollte. Andererseits...hatte Kuroko keinen Plan für die Zukunft...er hatte nur einen Plan für das hier und jetzt. Sein nächstes Ziel lag vor ihm und um nichts anderes ging es erst mal. Aber hey, sie waren Jung. Er hatte noch 3 volle Jahre Zeit um sich Gedanken über irgendwas nach der Schule zu machen. Und jetzt war diese Zeit noch nicht gekommen.

Und damit betraten sie dieses Hinterhof-Etablissement..zumindest verstrahlte es die Anmut eines solchen und die Aussagen seiner Begleitung riefen auch das gleiche Gefühl hervor. Er ignorierte die Tatsache, das sie den nächsten Glimmstengel vernichtet hatte und folgte ihr nach drinnen, durch den Eingang und den alten Perlenkettenvorhang in den Raum. Kuroko's Blick wanderte umher während er stumm Rin folgte und sich neben ihr niederließ. Er war ja nicht hier, weil er neugierig auf das Lokal war sondern auf sie. Er schwieg während er sich hier umsah und die Mundwinkel etwas tiefer rutschten. Zufriedenheit sah anders aus. Aber naja, streng genommen schaute er ja immer so drein...

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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   So Aug 02, 2015 4:05 pm

Seine relativ trockene Aussage entlockte ihr einen kurzen, prüfenden Blick – Wie meint er das? Ach, kann mir ja auch egal sein. Irgendwie interpretierte sie in seine Worte mehr hinein, als sie vielleicht sollte. Findet er mich lächerlich? Verspottet er mich vielleicht sogar in seinen Gedanken? Ihre Lider schmälerten sich, so dass sie ihn aus deutlich schärfer ansah. Nein, es ist ihm einfach nur egal. Er mag mich ja in Schutz genommen haben, doch wieso sollte das plötzlich der Beginn einer Freundschaft sein? Die Höflichkeit befiehlt es ihm nur bei mir zu bleiben, doch das bedeutet ja nicht das er alles abzusegnen hat, was ich mache. Zweifelte sie wohl möglich einfach selbst an ihrem Handeln? Am Ende würde sie ihre Gedanken genau so für sich behalten wie es er es tat.

„Ist es nicht schön hier?“ Wieso stelle ich ihm diese Frage? Ich kenne seine Antwort ja doch ... im Kopf malte sie sich aus, wie er sie mit seinen müden, blauen Augen ansah und trocken meinte 'Nein, ist es nicht.' Sie konnte sich selbst nicht erklären wieso ihr seine Meinung was bedeutete, aber irgendwie stach es jedes Mal in ihrem Bauch wenn er sie mahnte oder ihr Handeln infrage stellte – spiegelte er vielleicht das wieder, was mein tiefstes Unterbewusstsein ebenfalls fühlt? Alleine die Tatsache das sie sich und ihre Umwelt so sehr hinterfragte, zeugte von einem intelligenten Charakter – sie wurde einfach nur fehlgeleitet. Eine Frau, vielleicht so um die vierzig Jahr, näherte sich den Beiden und fragte ohne große Höflichkeit in der Stimme. »Was zu trinken?« In Lokalen wie diesem wurden die Angestellten nicht für ihr Benehmen bezahlt und man kam auch nicht hier her, um es sich gut gehen zu lassen. Rin war es einerlei, sie akzeptierte dieses Verhalten problemlos. „Ich hätte gern einen Rum auf Eis, ruhig das ganze Glas voll.“ Die Dame benickte dies nur und schaute dann zu Tetsuya. Egal was er bestellte, sie würde weder ein Kommentar noch eine besondere Mimik von sich geben, sondern brav das holen, was die Beiden Gäste bestellt hatten.

„Du hast mir noch gar nicht erzählt, wieso du so spät noch unterwegs bist? Ich habe nicht geglaubt, dass es neben mir noch andere Nachtschwärmer in der Klasse gibt“


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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Mo Aug 03, 2015 10:17 pm

Er konnte keine Gesichter lesen – er konnte gut ahnen und beobachten aber so talentiert, das er ihre Gedanken erraten konnte,  war er nicht, sonst hätte er sich vielleicht weiter erklärt. Doch stattdessen trat er mit ihr schweigend ein und auf ihre Frage kam  vermutlich die Antwort, die er schon erwartet hatte. „Ich finde nicht, dass das ein geeigneter Ort für uns ist.“ Er sprach ruhig, nach wie vor – aber er klang dabei nicht wie ein Roboter sondern einfach nur wie ein Junge, der sehr ehrlich war, mit seinem Umfeld den aus seinem Gesicht war diese Antwort nicht zu lesen gewesen. Weder  Begeisterung noch Abscheu hatte sich in die Augen geschlichen. Seine Mimik war still, wie die eines Geistes. „Nein, danke.“ winkte Tetsuya ab und blieb stumm neben ihr sitzen. Die Dame verzog das Gesicht. » Wenn du hier sitzen willst, trink was.« , gab sie rüde zurück und Tetsuya blickte sie einen Moment irritiert an. Er unterdrückte den Impuls aufzustehen um zu gehen, denn er glaubte nicht, das Rin mitkam und irgendetwas in ihm wollte gerade auch nicht, dass sie hier alleine war.   „Mh..ein Wasser...?“, er formulierte es eher sehr vorsichtig, versteckt zu einer Frage und sie sah ihn an als wolle sie sagen  'Echt jetzt?' und er zog die Mundwinkel etwas schiefer.  „Das gleiche wie sie.“ Er musste es ja nicht trinken... Das sie es trinken könnte, daran dachte er allerdings nicht. Endlich zog diese Frau aber wieder ab und Kuroko sah ihr einen Moment verbissen hinterher, ehe er den Blick wieder zu Rin drehte, da sie ja nach etwas fragte..

Ich hab etwas für meine Mutter erledigt. Sie wollte nicht gehen, weil es Obāsan nicht gut ging. Auf dem Rückweg bin ich im Park hängen geblieben...“ Er klopfte auf den Ball, den er zwischen seiner Tasche und sich selbst abgelegt hatte, damit er nicht wegrollen konnte. „Es war Zufall.“, bestätigte er dann ihre letzten Worte. Ja, es war Zufall das er ausgerechnet heute bis in die Nacht unterwegs war und sie im Abteil traf. Normalerweise war er ein braver Junge und meistens  zeitig im Bett. Das kein Anruf oder  ein Mitteilung  kam, lag daran das seine Mutter schlief und fest davon ausging das er da war und sie ihn einfach nicht bemerkt hatte.  Inzwischen kamen die Getränke. Er  sah kurz dahin, versuchte aber nicht mal danach zu geifen und schien es auch nicht vor zu haben.

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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Mo Aug 03, 2015 10:44 pm

Ihre Pupillen weiteten sich aufgrund Tetsuyas Aussage ein wenig. Was glaubst du, ist denn ein geeigneter Ort für uns Beide? - Hätte sie ihn am liebsten gefragt, bemerkte jedoch ihre Wortwahl alles andere als gelungen gewesen wäre. „Ja, dass dachte ich mir eigentlich schon ...“ Mit der linken Hand, schob sie ihren Pony ein wenig beiseite, so dass sie ihn aus beiden Augen heraus ansehen konnte. „... wenn du jedoch deine Ruhe haben willst und irgendwo hin magst, wo dich keiner kennt, dann ist diese Bar genau das Richtige für dich.“ Mit einem leichten Seufzer, lehnte sich Rin leicht über den Tisch, den linken Arm nach vorn gestreckt, während ihr Kopf so platziert war, dass sie ihren Blick nicht von ihm abwenden musste. Das ist wirklich kein Ort für ihn, er passt hier nicht rein. Stillschweigend beobachtete sie die Szene zwischen der Bedienung und ihrer Begleitung. Normalerweise hatte er Recht, sie hätte ihn nicht begleitet, wenn er sich dazu entschlossen hätte sich zu erheben. Aufgrund der Tatsache, dass er sie vorhin allerdings beschützte, war sie ihm in gewisser Weise etwas schuldig, auch wenn sie nicht wirklich wusste was. Am Ende bestellte Kuroko dann aber doch ein Wasser …. nein, einen Rum (!?) und stimmte die unfreundliche Frau damit zumindest für den Moment ruhig.

Nachdem die Beiden wieder alleine waren, veränderte Rin zwar nichts an ihrer Position, doch zumindest ihre Lippen formten sich zu einem kleinen Lächeln. „ …. dann habe ich ja wirklich Glück gehabt, dass du im Park hängen geblieben bist – mein Retter.“ Sie brauchte nicht so tun, als wäre das selbstverständlich gewesen, was er für sie getan hatte. Die meisten Leute schauten weg, wenn Gewalt auf Andere ausgeübt wurde.

Schließlich kamen die Getränke an und für Rin war dies das Signal sich wieder aufrecht hinzusetzen. „Lass es einfach stehen, ich trinke Beide und wir hauen wieder ab ...“ Wieso sage ich das jetzt eigentlich? Es war etwas kompliziert, doch da Tetsuya der Erste war, der seit langer Zeit überhaupt etwas mit ihr zu tun haben wollte, sollte sie es sich vielleicht nicht gleich verscherzen. Sie hob ihr Glas an, schaute den Eiswürfeln beim schwimmen zu und kippte die hochprozentige Flüssigkeit runter. Das Gesicht verziehend, schüttelte sie kurz den Kopf. „Uh, ….“ Mehr gab sie nicht von sich.


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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Di Aug 04, 2015 12:02 am

Als für den Moment ihr beiden Augen zu sehen war, blickte das helle blau so direkt in ihr warmes Flieder, das man meinen könnte, er sähe in sie hinein. Obwohl blau generell als kalte Farbe galt, war das kein kalter Blick. Er sah sie auch nicht herablassend an oder so, als hielte er was schlechtes von ihr. „Schon gut.“, er hob leicht die Hand, die er einen Augenblick auf dem Ball abgelegt hatte um mit den Fingerspitze über die rauhe Oberfläche zu fühlen. Keine wirklich wahrnehmbare Bewegung. Mit den Worten winkte er leicht ab und wollte wohl bezwecken, dass sie sich keine Gedanken um ihn machen brauchte. Für Kuroko war es übrigens selbstverständlich gewesen, sich einzumischen. Er hätte nicht wegsehen können, selbst wenn er gewollt hätte. Das passte einfach nicht in sein Wesen. Nie würde er daneben stehen und zu sehen wenn was unrechtes geschah, ganz gleich ob er etwas bewirken konnte oder nicht – er würde es versuchen. Das Glas mit Rum wurde vor ihm abgestellt und er sah ein paar Momente auf das Eis darin ehe sie meinte, sie würde das austrinken. Er kam nicht umher das Gesicht erneut zu verziehen. Es war ihm irgendwie nicht recht...Aber er schwieg auch diesmal, statt sie erneut daran zu erinnern, dass sie sich damit keinen Gefallen tat. Er war sich sicher dass sie die Botschaft bereits verstanden hatte und es sich nicht lohnte es zu wiederholen, so wie er vorher auch schon bei der zweiten Zigarette einfach gar nichts sagte.

Mit einem schweigendem Blick beobachteten die Augen, wie sie das Glas weg trank und das Gesicht verzog und sein Blick brach ab und suchte heil in der Flucht. Damit machte er es nicht besser, denn er sah sich damit etwas genauer innerhalb des Raumes um und was er hier sah gefiel ihm nicht zwingend wirklich. Jeder Atemzug war unangenehm aber er hielt dem tapfer stand und lauschte. Die Augen drehten sich in ihre Richtung, aber da der Kopf sich nicht bewegte sah er nur aus den Augenwinkeln wie der Glasboden den Tisch wieder berührte und lauschte weiter wie sie das zweite Glas rüber zog. Er wollte das ignorieren – er hatte es wirklich, wirklich versucht aber es ging nicht. Die Hand reagierte schneller als sein Kopf und so hatte sie einen Moment eine schlanke, blasse Hand auf dem eigenen Handgelenk und sein Kopf hatte sich ihr wieder zu gedreht. „Mach das nicht. Bitte.“ Treudoofe Augen blickten sie an. Dadurch das er die Brauen ein Stück gesenkt hatte und sich eine sachte Falte auf der Stirn gebildet hatte, wurde der Blick gleichzeitig sturer wie trauriger. Selbstzerstörung. Das war mit das Schlimmste was sie sich antun konnte und das machte ihn wiederum unglücklich.... "Darf ich dich nach Hause bringen?" Er wollte gehen. Definitiv.

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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Di Aug 04, 2015 12:26 am

Als das brennen in ihrem Hals langsam abklang, schlossen sich für einen Moment ihre violetten Augen. Rin war eines dieser Mädchen, die ausgesprochen wenig aßen und dementsprechend eigentlich immer Hunger hatten. So begann der Alkohol in ihrem Blutkreislauf auch sofort anzuschlagen und ihren Geist zu vernebeln. Sie bemerkte wie ihre Gedanken verschwommen, wie sich ihr Körper leichter anfühlte und sie jeden sachten Windhauch auf der Haut spürte. Das Gehirn bildete sich ein schneller und intensiver zu fühlen, dabei waren es lediglich unterbewusste Endorphine die von ihr Besitz ergriffen. Gerade wollten ihre zarten Finger das kühle, zweite Glas umschließen, da spürte sie auch schon die Hand Tetsuyas auf der ihren. Erschrocken weitete sie die Augen. „....“ Für einen Moment wollte sie ihm widersprechen, seine Hand beiseite stoßen und ihm entgegen schreien das er nicht ihr Vater war, doch stattdessen senkte sie ihren Blick, begann zu lächeln und meinte. „In Ordnung, wir gehen ...“ War es das wirklich?

Rin schob sich vom Tisch, griff nach ihrer Handtasche und wühlte unbemerkt einen großen Geldschein hervor, der an für sich locker für die doppelte Anzahl Gläser gereicht hätte. Diesen knallte sie auf das Holz und schwang sich dann unbeholfen zur Tür. „Auf wiedersehen!“ Gab sie beinahe etwas über motiviert von sich. Beinahe wäre sie in der Perlenkette am Eingang hängen geblieben, schaffte es dann aber doch nach einigen Fuchteln aus dem Wirrwar an Kügelchen zu kommen und die Straße zu betreten. Dort drehte sie sich einmal auf der Verse, so dass sie Tetsuya direkt gegenüber stand. Die Beiden waren tatsächlich beinahe gleich groß, schön das es auch Jungs gab die keine halben Riesen waren. „... Du sagtest du willst mich nachhause bringen? … Mich hat noch nie ein Junge nachhause gebracht.“ Gerade in Japan war das immer eine ganz große Nummer, wenn ein Schüler eine Schülerin nachhause brachte. „Nun gut, du darfst.“ Ob er nun wollte oder nicht, doch sie hakte sich bei ihm ein. Währenddessen versuchte sie sich zudem noch eine Zigarette aus ihrer Handtasche zu fummeln, dies gelang ihr aber nur zum Teil, da der kleine Klemmstängel im nächsten Augenblick zu Boden fiel und in einem Gulli verschwand. „Naaein...... das war meine Letzte.“ - Gott hab sie Gnädig.


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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Di Aug 04, 2015 9:17 am

Tetsuya's Augen drehten sich kurz wieder in den Raum, nachdem seine Hand sich weder von ihrem Handgelenk gezogen hatte. Es war ungewohnt, mit zu erleben wie Alkohol sich auf den Geist auswirkt, denn ob man es glaubte oder nicht, er war noch nie dabei gewesen, wenn sich ein Freund abschoss – auch wenn sie im Grunde keine Freunde waren, waren sie zumindest Klassenkameraden. Rin hakte sich bei ihm ein und nach einigen Schritten löste er sich wieder von ihr. Körperkontakt in der Öffentlichkeit! Das zog nur noch mehr Aufmerksamkeit auf sie...sie fiel ja schon genug auf, oder nicht? Unter dem anderen Arm hatte er wieder den Ball und über die gleiche Schulter seine Tasche. Er sah zu, wie Zigarette zu Boden fiel, auf dem Boden aufkam und in der Dunkelheit des Gulli's verschwand und blickte sie wieder an, als sie ihrer Enttäuschung Luft machte. „Du sagtest, du tanzt Ballett, nicht wahr?“, fragte er nach dem sie ein, zwei Schritte vom Verlust ihrer Zigarette gemacht hatte. „Es wundert mich. Ich dachte man braucht Selbstdisziplin und ein inneres Gleichgewicht dafür...und ich habe das Gefühl dir fehlt beides...“ Vielleicht war es gut, das sie angetrunken war, als er das sagte? So konnte sie ihn zumindest nicht so schnell schlagen... Naja, der Mund ist das Tor des Unglücks, die Zunge seine Wurzel. Aber es hieß auch: Die eigenen Fehler erkennt man am besten mit den Augen anderer...sie hatte es a schon bemerkt....Fakt war aber, das gerade nur Tetsuya's Zunge schneller war als das er hätte darüber nachdenken können, wie viel Sinn es in diesem Moment noch machte, an ihr gewissen zu appellieren. Er kam nicht wirklich damit zu Recht, welchen Weg sie gewählt hatte und noch mehr störte ihn, dass sie alleine wandelte und ihr niemand helfen zu wollen schien.

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BeitragThema: Re: Ein Geist in der U Bahn   Di Aug 04, 2015 12:13 pm

Als er seinen Arm befreite und sich so aus der vielleicht doch etwas zu intimen Geste zog, schaute sie irritiert, mit ihrem einen, nicht vom Pony bedeckten Auge, hinunter – so ist das also. Für eine Sekunde schien es so, als bereute sie es wieder ihm gefolgt zu sein. Nicht nur das sie ihre letzte Zigarette verlor, auch seine Art irritierte sie sehr. Vielleicht verstehe ich weniger von der Welt und ihrer Funktion, als mir lieb ist. Seine folgende Frage, die nicht ohne eine dazugehörige Aussage formuliert werden konnte, brachte sie zum stehenbleiben. Er konnte sehen, wie sich ihre Kiefer anspannten, ihre geweiteten Pupillen unsicher umher wanderten und ihr Blick fast schon feucht wurde. „Mein ganzes Leben ist eine einzige Form der Selbstdisziplin. Ich gehe zur Schule, weil es sein muss, ich Esse kaum etwas, weil ich kein Gewicht haben darf, ich habe keine Freunde, weil sie mich vom Training abhalten, ich schlafe kaum, weil wenigstens einmal am Tag, ein paar Stunden, Spaß haben will. Weißt du wann mir das tanzen das letzte Mal Spaß gemacht hat? Mit 11 Jahren, mit elf hatte ich das letzte Mal wirklich freute am Ballett. Wenn du immer nur hörst, wie gut du bist, was für ein unglaubliches Talent dir in die Wiege gelegt wurde und du aus allen Richtungen zu noch mehr Erfolg gedrängt wirst, dann verliert sich der Zauber irgendwann.“ Sie atmete etwas schneller und tatsächlich konnte man sogar eine Träne erkennen. „Also urteile nicht über mich, du weißt doch gar nicht wie es ist, wenn man besser als die Anderen ist und Druck aus allen Richtungen bekommt.“ Im nüchternen Zustand hätte sie vermutlich ausgeholt, ihm eine Ohrfeige verpasst und diese freche Frage nicht an sich herankommen lassen. Bei ihrem jetzigen Befinden brachte er sie viel mehr zum weinen.

Sie drehte sich um, taumelte leicht nach Rechts und fing sich wieder. „Ich gehe ruhig alleine ...“ In die falsche Richtung? „Wir sehen uns morgen in der Schule.“ Sofern sie nachhause fand. Was mache ich, wieso bleibe ich denn nicht einfach stehen? Ich gehe die falsche Richtung. Sie wusste es, aber sie konnte daran nichts ändern.


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